Konzept


Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht

Vereinbarungen Stand: 01.10.2020

 

 Ausgangslage

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise kann es jeder Zeit zu Phasen des Distanzlernen einzelner Lerngruppen oder der gesamten Schule kommen. Dies hat zur Folge, dass während des aktuellen stattfindenden Präsenzunterrichtes Vorbereitungen getroffen werden müssen, um allen Schülerinnen und Schülern das Distanzlernen zu ermöglichen.
Das Lernen auf Distanz verstehen wir als Lernbegleitung, die den Schülerinnen und Schülern Lernzuwachs ermöglichen soll. Damit stellt dieses Modell weder ein Ersatz für Hausaufgaben noch eine digitale Abbildung des Präsenzunterrichtes, sondern eine Ergänzung dar.
In dem Wissen, dass Bildungsgerechtigkeit beim Lernen auf Distanz nicht gewährleistet werden kann, ist es unser Ziel unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben Richtlinien aufzustellen, die praktikabel und als Vereinheitlichung unserer Vorgehensweise festgehalten sind.
Dies geschieht auch unter Berücksichtigung, dass die Rahmenbedingungen, unter welchen diese Lernprozesse stattfinden, sich im Distanzlernen verändern (vgl. Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW: Distanzlernen).

Es hat sich gezeigt, dass neben der Ermöglichung und Durchführung von Lernprozessen dem persönlichen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern eine besondere Bedeutung zukommt. Dieser muss in geeigneter Weise aufrechterhalten werden. Die Belastung und die Sorgen durch existentielle Unsicherheiten, Sorge um soziale Situationen, die durch die Kontaktbegrenzung hervorgerufen werden, sind ernst zu nehmen und bedürfen eines sensiblen Umgangs.

Welche Unterrichtsmöglichkeiten gibt es?
+ Präsenzunterricht
+ Distanzunterricht (nur einzelne Gruppen)
+ Distanzunterricht (alle Schülerinnen und Schüler)

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um zwischen den Unterrichtsformen umzuschalten
+ Wochenpläne
+ Methodenkompetenz
+ Fertigkeiten zum Umgang mit digitalen Medien

Welchen Unterstützungsumfang haben die Kinder durch das Elternhaus?
+ ein Großteil der Kinder kann durch ein Familienmitglied unterstützt werden
+ 1/3 hat wenig Unterstützung im Elternhaus

Welche Form der Unterstützung wünschen sie die Eltern?
+ regelmäßige Kontaktaufnahme durch Emails und Telefonate
+ Hinweise auf Lernvideos 1/2-2/3
+ Videokonferenzen mit der Lehrkraft, 1/2 im Jahrgang 4 und vereinzelt in Jahrgang 1-3

Wie viele Kinder besitzen die technische Mindestausstattung für den Distanzunterricht?
+ etwa 1/2 bis 2/3 der Familien ist über ein digitales Endgerät (Computer oder Smartphone) erreichbar, dass jedoch nicht immer für die Kinder zugänglich ist.
+ mehr als die 1/2 Kinder sind zurzeit nicht mit einem Computer ausgestattet.
+ nur in 1/3 bis 1/2besitzt die Möglichkeit zum Drucken

Welche Möglichkeiten/ Formen gibt es, Kinder mit der Mindestausstattung zu versorgen?
+ Leihgeräte (sobald vorhanden, werden diese eingesetzt)

Welche alternativen Möglichkeiten gibt es zur Mindestausstattung?
+ alle Aufgaben als kopierte Arbeitspäckchen ausgeben
+ Lernraum mit PC anbieten
+ Lernraum (Raum in der Schule (z.B. Aula) mit WLan-Zugang)

Wie werden die Leihgeräte eingesetzt?
+ Die Leihgeräte können im Lernraum der Schule genutzt werden.

 

Konzeptionelle Konkretisierung – Distanzlernen

1. Organisation

  • Im Fall von Distanzunterricht für Klassen oder die gesamte Schule wird für besondere Kinder ein Lernraum eingerichtet. Dort werden die Kinder stundenweise in kleinen Gruppen analog, falls möglich auch digital, im Lernen unterstützt.
  • Sollte ein Distanzunterricht erforderlich sein, da nicht genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, gehen zunächst die 3. und 4. Klassen tageweise in den Distanzunterricht. An den Distanztagen wird die jeweilige Klasse vom Jahrgangsteam versorgt. Der Unterricht in Klasse 1-2 soll bevorzugt erhalten bleiben. Dabei wird darauf geachtet, dass der Unterrichtsausfall in Klasse 4 möglichst gering ausfällt.
  • Im Falle des Distanzunterrichts werden die Kinder mit Hilfe eines Wochenplans unterrichtet.
  • Das Format des Wochenplans ist in allen Klassen bekannt und eingeübt. Bei Bedarf wird an die Arbeitsweise erinnert oder erneut eingeübt. So haben die Kinder Übung im Umgang und können im Zweifelsfall leichter allein damit klarkommen.
  • Der Wochenplan wird digital vom Jahrgangsteam erstellt. Das Jahrgangsteam bestimmt Layout und Inhalt. Lehrkräfte ohne Klassenführung unterstützen die entsprechenden Jahrgangsteams in ihren Fachbereichen.
  • Der Wochenplan enthält tägliche Aufgaben zu den Kernfächern Deutsch und Mathematik sowie wöchentlich Aufgaben aus dem Sachunterricht. Diese werden, sofern sinnvoll möglich, ergänzt durch Aufgaben aus den Bereichen Musik, Kunst, Religion und Englisch sowie Bewegungsaufgaben.
  • Die Organisation der Wochenpläne liegt in der Verantwortung des jeweiligen Jahrgangsteams.
  • Die HSU- Lehrer versorgen Schülerinnen und Schülern ebenfalls über die Website oder Klassenkisten mit Aufgaben und halten nach Bedarf Kontakt zu den Eltern und den Schüler*innen.
  • Im Fall von Distanzunterricht einer ganzen Lerngruppe wird der Wochenplan auf der Homepage veröffentlicht, bzw. zur Abholung in Klassenkisten bereitgestellt.
  • Im Fall von Distanzunterricht einzelner Kinder erfolgt die Bereitstellung der Arbeitsmaterialien in enger Absprache mit den Eltern.
  • Auf der Homepage werden Links für zusätzliche Aufgaben zur freien Verfügung veröffentlicht. Dazu wird bei Bedarf eine Seite „Distanzlernen“ eingerichtet.
  • Die Abgabe der bearbeiteten Wochenpläne im Falle eines längeren Distanzunterrichts erfolgt an einem festen Termin, der über die Website oder im Wochenplan kommuniziert wird.
  • Wochenplan-Aufgaben können in der Schule in bereitgestellten Klassenkisten täglich in der Zeit von 7.00 – 9.00 und 14.00 – 16.00 abgeholt und nach Bearbeitung auch abgegeben werden.

2. Rückmeldung und Kontakt

Schülerinnen und Schülern: Während des Distanzunterrichts wird der Kontakt mit den Kindern über folgende Wege gehalten.

  • Im Fall der Distanzunterrichtung werden die betroffenen Kinder regelmäßig, nach Bedarf auch häufiger angerufen.
  • Weiter können die Kinder per E-Mail mit der Lehrkraft Kontakt aufnehmen. Dazu wurden einheitliche E-Mail-Adressen für die Klassen eingerichtet.
  • Zu den Wochenplänen erhalten die Schüler*innen eine Rückmeldung.
  • Musterlösungen werden ggf. auf der Website bereitgestellt. Ebenso können gelungene Ergebnisse von Schüler*innen, verbunden mit einem allgemeinen Anschreiben an die Lerngruppen, auf diese Weise präsentiert werden.
  • Bei Nichtabgabe von Aufgaben nimmt die Lehrerkraft zur Klärung Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern auf.

 Eltern: Die Kommunikation mit den Eltern soll als Form der Zusammenarbeit für zeitnahe Absprachen sowie Transparenz sorgen.
Jede Lehrkraft bietet eine Sprechstunde in der Woche an, für die sich die Eltern telefonisch oder per E-Mail anmelden. Diese Sprechstunde findet auch – im Fall von Distanzunterricht – auf Abstand und unter Beachtung der Hygienevorgaben statt. Ebenfalls können Gespräche zur Lernberatung seitens der Lehrkraft vereinbart werden.

  • Alle Lehrer*innen stehen für Gespräche mit den Eltern zur Verfügung, die über die Klassen-Mail-Adresse per E-Mail vereinbart werden.
  • Bleibt die Kontaktaufnahme mit den Schülerinnen und Schülern (bei Nichtabgabe) von Aufgaben ergebnislos, ist die Kontaktaufnahme zeitnah mit den Eltern zu suchen.
  • Wenn Eltern (nach mehreren Versuchen) nicht erreichbar sind, wird die Schulsozialarbeiterin mit einbezogen. Mit dieser wird gemeinsam entschieden, ob das Jugendamt informiert wird.
  • Alle Eltern sorgen dafür, dass aktuelle, klar zuzuordnende Telefonnummern und ggfs. eine Mailadresse vorliegen. Dazu erfolgt regelmäßig eine Abfrage.
  • Zukünftig erhalten alle eine E-Mail-Adresse durch die Schule.